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Einsparpotenziale

Energiesparen

Energiesparen bedeutet nicht nur Kostensparen sondern langfristig von Energiepreisen und Energieversorgungssystemen unabhängiger zu werden. Gut geplanter Sonnen- und Blendschutz trägt viel zum Energiesparen bei.

  • Reduktion des Wärmeeintrags außerhalb der Heizsaison und Entlastung mechanischer Lüftungs- und Klimageräte. In vielen Fällen kann durch automatisierten Sonnenschutz auf den Einbau einer Klimaanlage verzichtet werden.
  • Nutzung solarer Wärme an kalten Tagen trägt wesentlich zur Entlastung des Heizenergiebedarfs bei.
  • Dicht schließender Sonnen- oder Blendschutz verbessert den Wärmedämmwert von Fenstern und reduzieren somit den Heizenergiebedarf!
  • Sonnen- und Blendschutz mit Tageslichtfunktion versorgt Räume mit natürlichem Licht; er spart Beleuchtungskosten und verringert somit auch die internen Wärmelasten beträchtlich.

Einsparpotenzial Heizwärmeverluste

Bei Energiesparen wird vor allem an die Wärmedämmung von Wänden und Dächern gedacht sowie an den Einbau von Wärmeschutzverglasungen. Der U-Wert für Zweischeibenisolierglas konnte auf 1,0 W/m²K gedrückt werden und jener für Passivhausverghlasungen (3 Scheiben) auf 0,5 W/m²K. Damit hat die Glastechnologie praktisch ihre physikalischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Da der U-Wert einer gut gedämmten Wand dennoch deutlich nieriger ist (ca. 0,15 W/m²K), geht es beim Energiesparen nicht um die Maximierung sonder um die Optimierung der Glasflächenanteile.

Dicht schließende Innen- und Außenverschattungen erschließen weitere Einsparpotenziale. Bei den heute üblichen Wärmeschutzgläsern können bspw. Rollläden den Wärmeverlust um ca. 10 bis 20% senken, was immerhin eine U-Wertverbesserung um 0,1 bi 0,2 W/m²K bedeutet!
Eine groß angelegte Studie der ES-SO (European Solar Shading Organization) hat gezeigt, dass sich dadurch der Energiebedarf für das Heizen deutlich verringert und diese Maßnahme ca. 10% zu Erreichung des EU 20-20-20-Zieles beisteuern kann.

Ein angenehmer Zusatzeffekt dicht schließender Verschattungen ist, dass die Glasoberflächentemperaturen im Bereich der Verglasungen steigt und somit durch eine Reduktion der Kältestrahlung der Komfort gesteigert wird.

Einsparpotenzial Kühlenergiebedarf

Die Entwicklung moderner Wärmeschutzgläser führte zu einer konstanten Erhöhung des Glasflächenanteiles und damit auch zu einem höheren Energieeintrag.
Außerhalb der Heizsaison kommt es dadurch nicht selten zum Problem der sommerlichen Überwärmung. Seit 1990 vervierfachte sich der Kühlenergiebedarf in Österreich (Tendenz stark steigend). Die Energiekonzepte der Zukunft fordern eine Trendumkehr – die Energie der Sonne darf außerhalb der Heizperiode nur noch kontrolliert in Gebäude, um sie nicht teuer über Kühlsysteme abführen zu müssen.

Eine groß angelegte Studie der ES-SO (European Solar Shading Organization) hat gezeigt, dass bei konsequentem Einsatz von effektiven und intelligenten Sonnenschutzsystemen (vorwiegend außen), 50% der bestehenden Kühlsysteme abgeschaltet und die restlichen 50% redimensioniert werden könnten. Der Kühlenergiebedarf würde dadurch um durchschnittlich 30 kWh/W²a sinken und hätte zur Folge, dass der CO2-Ausstoße in der EU um 80 Millionen Tonnen pro Jahr sinkt, was einen Beitrag von über 30% zum EU-Ziel darstellt!

In den letzten Jahrzehnten konnte bei Neubauten der Heizenergiebedarf um über 90% reduziert werden. Die Herausforderung der Zukunft lautet, die beim Heizen eingesaprte Energie nicht durch Gebäude mit erhöhtem Kühlbedarf (mangelnde Sommertauglichkeit) wieder zu vergeuden.
Intelligenter, außen liegender Sonnenschutz ist die effektivste Maßnahme den Kühlenergiebedarf zu senken!

Einsparpotenzial Beleuchtung

In Bürogebäuden kann der Energiebedarf für Beleuchtung höher sein als für Klimatisierung oder Heizung. Obwohl Glasflächen Räume mit Licht versorgen sollten, steigt jedoch gerade bei transparenten Gebäuden der Kunstlichtbedarf infolge von Blendschutzmaßnahmen und fehlenden Tageslichtsystemen.

Moderne Beschattungstechnik kann mehr - sie reflektiert direkte energiegeladene Strahlung und läßt diffuses Tageslicht hinter die Verglasung. Sie bietet außerdem Schutz vor Blendung und Sonne und versorgt gleichzeitig Räume mit Tageslicht!

Beleuchtungsexperten und Wissenschafter vertreten die Meinung, dass die konsequente Nutzung von Tageslicht, den Strombedarf für Beleuchtung um 50 bis 80% reduzieren kann. Kunstlicht erzeugt zum Großteil Wärme, die außerhalb der Heizsaison weggelüftet oder weggekühlt werden muss.
Umgerechnet auf ein Standardbürogebäude kann durch tageslichttaugliche Beschattungssysteme der Energiebedarf durchschnittlich um über 10% gesenkt werden.

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