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Fenster und Verglasung

Die Verwendung von Glas im Bauwesen hat zwei sehr wichtige Gründe. Zum einen dient es dazu, Gebäude und Räume mit Tageslicht zu versorgen und zum anderen ermöglicht es den visuellen Kontakt zur Außenwelt aufrecht zu erhalten!

Licht ist Leben - Qualität und Quantität des Lichtes wirkt sowohl auf die Psyche als auch auf die Physiologie der hinter Glas lebenden und arbeitenden Menschen ein. Es beeinflusst aber auch entscheidend das Raumklima, welches wiederum ein wesentliches Kriterium für das menschliche Wohlbefinden darstellt. 

Thermische und visuelle Komfortbedingungen von Gebäuden und Räumen werden vor allem durch transparente Bauteile (Glasfassaden, Fenster und Oberlichter) beeinflußt.

Funktionen einer Fensteröffnung

Fenster prägen ganz wesentlich die Architektur eines Gebäudes; sie unterbrechen optisch die Fassade und setzen so sehr individuelle Akzente.
Fenster, haben sich zu multifunktionalen Bauteilen entwickelt. Aus der ursprünglichen Lichtöffnung werden an heutige Fenstersysteme vielfältige Ansprüche gestellt. Grundanforderungen bilden Helligkeit und eine möglichst unverfälschte (farbneutrale) Aussicht, darüber hinaus sollten vielfältige Zusatzanforderungen wie dem Schutz vor Kälte, Hitze, Lärm, Wind und Regen sowie gegen Gewalteinwirkung und Feuer erfüllt werden können.
Die Funktionen, die das Fenster als Bauelement erfüllt, können sehr vielfältig sein:

  • Kontakt zur Außenwelt
  • Tageslichtversorgung
  • Versorgung mit Frischluft
  • Natürliche Lüftung und Nachtauskühlung (Querlüftung)
  • Energieversorgung (bei nachhaltigen Bauweisen)
  • Schallschutz
  • Sicherheit

Glasfassaden

Verwaltungs-, Industrie- und Gewerbebau nutzen Glas als prägendes Gestaltungsmittel und funktionale Hülle, wobei die funktionalen Anforderungen an die Fassade sehr vielfältig sind und teilweise auch widersprüchlich erscheinen; ein Gebäude muss daher als Gesamtsystem betrachtet und geplant werden.

  • Tageslichtversorgung ohne Überhitzung von Räumen
  • Blendschutz für Mitarbeiter, insbesondere an Bildschirmen und zugleich Kontakt zur Außenwelt
  • Energieeffizienz trotz großer Glasflächen und saisonaler Risiken wie Überwärmung und Auskühlung
  • Nachtauskühlung trotz großflächig geschlossener Fassaden
  • Schallschutz trotz schallharter Oberflächen
  • Sicherheitsfunktionen

Fassaden der Zukunft übernehmen – ausgelöst durch Energieeffizienz und Klimaschutz – immer mehr Aufgaben, die zuvor die Gebäudetechnik erfüllen mußte: beispielsweise

  • Kühlen durch passive Maßnahmen wie Sonnenschutz
  • Warmwassererzeugung durch Solarthermie
  • Beleuchtung mittels fassadenintegrierter Tages- und Kunstlichtsysteme
  • dezentrale Stromversorgung durch Photovoltaik
  • u. a. m.
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