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Planung

Integrale Planung

Die Qualität eines Gebäudes wird bereits in der frühen Planungsphase bestimmt.

Vielfältigste Anforderungen seitens der Umwelt, des Gebäudes an sich und nicht zuletzt des Nutzers sind wesentliche Einflussgrößen für die Planung und Umsetzung energieeffizienter Gebäude. Die häufig noch übliche serielle Planung rückt die eigentliche Planungsaufgabe in den Hintergrund. Planungsteilleistungen werden isoliert und von einzelnen Fachplanern nacheinander erarbeitet. Die Folgen sind Schnittstellenprobleme und wenig zufriedenstellende Gesamtergebnisse.

Komplexe Aufgaben wie die Planung von energieeffizienten Gebäuden bedeutet gestalterische, technische, ökonomische, ökologische sowie rechtliche Elemente optimal zu verzahnen. Diese Form, nämlich integrale Planun, gewährleistet bestmögliche Qualität und Kosten-/ Nutzenrelation.

Sonnenschutz ist ein wesentlicher Teil der Gebäudehülle, Klimatisierung und Beleuchtung - er ist somit unverzichtbarer Teil einer integralen Gebäudeplanung!

Einflussfaktor Umwelt

Das lokale Klima (Temperatur, Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit) beeinflusst die Planung und Gestaltung der Gebäudehülle. Auf die jeweiligen klimatischen Bedingungen sollte die Gebäudehülle daher bestmöglich reagieren können, um sich zusätzliche technische Einbauten zu sparen.

Sonnenschutz wirkt „vorkühlend“, womit im besten Fall eine aktive Wärmeabfuhr (erhöhter Luftwechsel, Klimatisierung) obsolet wird und der tagsüber produzierte Wärmeeintrag durch Nachtkühlung (Querlüftung über geöffnete Fenster mit oder ohne teilweiser Verschattung) abgeführt werden kann.

Einflussfaktor Mensch

Der Grad des Nutzerkomforts in einem Gebäude hängt stark mit dem Innenraumklima und den regionalen Randbedingungen zusammen. Der Behaglichkeitsbereich des Menschen wird vor allem durch die Raumlufttemperatur, Oberflächentemperaturen, relative Raumluftfeuchte, Luftwechselrate, Lichtqualität und Beleuchtungsstärke beeinflusst. Stimmt einer diese Parameter nicht, fühlt man sich unbehaglich und empfindet die Umgebung als zu heiß, zu kalt, zu stickig, zu dunkel oder zu hell.

Die Anforderungen an den Innenraumkomfort sind:

  • Thermischer Komfort
  • Visueller Komfort
  • Hygienischer Komfort

Einflussfaktor Gebäude

Die Architektur eines Gebäudes steht im direkten Zusammenhang mit den Umweltbedingungen und Nutzeranforderungen.

Energetisch bewertbare Qualitäten in der Architektur werden durch den Standort, die Orientierung des Baukörpers, Bauweise und Bauteile mitbestimmt.
Nutzbare Speichermassen beispielsweise können Temperaturspitzen dämpfen ohne aktive Maßnahmen (Kühlaggregate, Zwangslüftung etc.) auszugleichen.

In der Planung eines energieeffizienten Gebäudes müssen deshalb folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Standort und Umgebung
  • Gebäudegeometrie und -ausrichtung
  • Nutzung des Gebäudes, Zonierung der Gebäudehülle und des Gebäudes je Nutzungsart
  • Thermische Qualität des Gebäudekonzepts (Bauweise, Gebäudehülle – Gewinne, Verluste, Speicherfähigkeiten, etc.)
  • Qualität der wesentlichen Bauteile und Anschlüsse (Fensterqualität, Sonnenschutz, etc.)
  • Natürliche Lüftungsstrategien, Komfortstrategien
  • Nutzung solarer und regenerativer Energiequellen
  • Regelung bzw. Betriebsmanagement

Planungshinweise

Der Anteil transparenter Bauteile einer Fassade steigt stetig, wobei der Glasflächenanteil die Energiekennzahlen für Heizwärme und Kühlbedarf bzw. die Energieeffizienz eines Gebäudes ganz entscheidend beeinflusst.

Zur Erreichung der geforderten Energiekennzahlen ist eine günstige Energiebilanz der Verglasungen anzustreben, dazu sollten die nutzbaren solaren Gewinne höher sein als die Wärmeverluste. Wärmeschutzgläser weisen eine bessere Energiebilanz als Sonnenschutzgläser aus, jedoch erweist sich eine Maximierung der Glasflächen als kontraproduktiv, da damit auch die Wärmeverluste steigen.

Die Planung solarer Gewinne bedeutet, die Glasflächen hinsichtlich Orientierung, Flächenanteil und Glasart zu optimieren und Verglasung und Sonnenschutz als System zu verstehen!

Sonnenschutz reguliert (entsprechend der Tages- und Jahreszeit) die solaren Gewinne – um auf passive Weise Raumwärme zu erzeugen wird er eingefahren, als Schutz gegen Überwärmung ausgefahren.  Sonnenschutz ist daher bereits in der Planungsphase von energieeffizienten Fenstern und Fassaden ein unverzichtbarer Bestandteil!

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